Erfolgreich im Team arbeiten

Erfolgreiche Teamarbeit im pädagogischen Alltag bedeutet, dass das individuelle Konzept der Einrichtung und, damit verbunden, die formulierten Erziehungsziele im Praxisalltag, konstruktiv umgesetzt werden. Dies ist nur möglich, wenn die Pädagogen sich, im konkreten Umgang mit dem Kind, weitestgehend annähern und die Kinder bei allen Erwachsenen den gleichen Raum haben, Grenzen zu suchen oder zu überschreiten. Wenn Erziehung im Wesentlichen „Grenzen setzen“ ist, muss es einen Raum geben, wo Grenzen gesucht und Grenzen gesetzt werden. Wenn ein Erzieher reklamiert, dass die Jacke nicht am Haken, sondern auf dem Boden liegt und der Kollege dies nicht beachtet, sondern erst dann reagiert, wenn das Kind nach ihm schlägt, erschweren wir es dem Kind, sich zu orientieren und bringen es in die Situation, immer wieder danach zu fragen: „Wie weit muss ich bei dem einzelnen Erzieher gehen und wo ist meine Grenze?“
Meistens können Kinder die Erwachsen sehr gut einschätzen und wissen, wer eine Leitungsfunktion hat und wer Praktikant ist. Wer gibt einmal eine Anweisung und welcher Mitarbeiter kämpft täglich um seine Autorität. Kinder zeigen genau jenes Verhalten, welches wir zulassen. Ein negatives Verhalten kann ein Kind nur dann zeigen, wenn es den Raum dazu hat und gelassen wird. Je mehr sich die Teammitglieder im konkreten erzieherischen Umgang mit dem Kind annähern und dem Kind auf die gleiche Art und Weise begegnen, umso weniger Arbeit hat der Einzelne und umso unwahrscheinlicher werden „Hü – und Hott“ – Situationen und damit die Möglichkeit, die jeweiligen ErzieherInnen gegeneinander auszuspielen.
  • Einstimmung auf das Thema: Unsere Gesellschaft im Wandel und warum Pädagogen heutzutage zunehmend gefordert sind mit auffälligen Kindern umzugehen?
  • Vorstellung der Teilnehmer mit Bezugnahme auf das Thema: Welche Erwartungen haben die Pädagogen an das Seminar und welche aktuellen Schwierigkeiten liegen vor
  • Tagesstruktur/Zielvorgaben
  • Wiederholungen und Zwischenbilanzen werden regelmäßig eingebaut
  • Veranschaulichung durch Beispiele und Vergleiche
  • Vermittlung von theoretischen Grundlagen: Was benötigt ein Kind, um sich gesund entwickeln zu können und woran fehlt es „verhaltensauffälligen Kindern“
  • „auffälliges Verhalten“ deuten und verstehen und das Kind wertschätzend an Grenzen sättigen
  • Konkretisierung des theoretisch Erlernten an verbal beschriebenen Fallbeispielen aus der Erziehungspraxis der TeilnehmerInnen
  • persönliche Erprobung anhand von praktischen Übungen
  • Reflexion der Teilnehmer
  • Schlussrunde

Fähigkeiten / Fertigkeiten / Handlungskompetenzen / Wissenszuwachs:

  • Erlernen grundlegender pädagogischer / psychologischer Erkenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit „verhaltensauffälligen Kindern“ - Was sagt uns das Kind durch sein Verhalten und wie begegne ich diesem Kind?
  • Was sagt und das Verhalten des Kindes bezogen auf seinen familiären Kontext aus?
  • Welchen Einfluss hat mein erzieherisches Verhalten auf das Verhalten des Kindes?
  • wertschätzend Grenzen setzen und ein „entgrenztes Kind“ wieder in die Gemeinschaft integrieren und in der Folge an Grenzen sättigen, bevor es danach sucht
  • den konstruktiven Umgang mit berufsbezogenen Konflikten (ein „Handwerkzeug“ für den pädagogischen Alltag“)
  • Wie kann das theoretisch Erlernte, vor dem Hintergrund der jeweiligen Konzeption in der Praxis umgesetzt werden?

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